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Phishing

Mit der Harpune in den Heringsschwarm
Schützen Sie Ihr Unternehmen vor „Spear Phishern“
28. Dezember 2006

Wir haben auf internetvictims.de schon mehrmals vor den so genannten „Phishing-Attacken“ und „Phishing-Mails“ gewarnt, welche als normale E-Mail getarnt, zur Herausgabe persönlicher Passwörter verleiten wollen. Diese Attacken richten sich an Millionen von Nutzern gleichzeitig, wobei den Betrügern schon bei einer Trefferquote im Promillebereich erhebliche Gewinne winken. Dabei gehen die Betrüger rein auf Masse, als würden Sie ein Schleppnetz durch die Weiten des Internets ziehen. Irgendwas wird schon drin hängen bleiben…

Anders ist das Vorgehen der „Spear-Phisher“. Sie gehen gezielt auf Jagd auf die großen Fische, wie mit einer Harpune. Die Opfer: Unternehmen, Organisationen, Institutionen, geschlossene und kleine Benutzergruppen! Die Beute: Finanzdaten von Kunden, Geschäftsgeheimnisse, geistiges Eigentum, und andere wertvolle Daten!

Eine Spear-Phishing-Attacke braucht zwar eine weitaus größere Vorbereitung, dafür kann Sie für ein betroffenes Unternehmen weitaus größeren Schaden bedeuten. Mit Insider-Informationen und einer intensiven Recherche werden Firmendaten zusammengetragen und so flattert dem ahnungslosen Angestellten eines Morgens eine Rund-Email vom IT-Verantwortlichen oder vom Administrator auf den Schreibtisch. Natürlich auch mit den entsprechenden Namen und der firmeninternen Abteilung. Unter einem plausibel klingenden Vorwand wird dieser nun aufgefordert, Passwörter herauszugeben oder sich in bestimmte Systeme einzuloggen. Diese E-Mail sieht aus wie alle internen Firmen-Mails, der Mitarbeiter schöpft also keinen Verdacht. Auch die Nachfrage beim Kollegen „Hast Du auch so eine Mail bekommen …?“ wird bejaht und schon hängt der Mitarbeiter am Hacken, bzw. an der Harpune.

Macht er jetzt den fatalen Fehler diese Informationen einzutippen, wird er an Bord gehievt, um bei unserem Beispiel vom Fischfang zu bleiben. Ein kleines Programm übermittelt dem „Phisher“ nun firmeninterne Daten und Passwörter, der nun Zugriff auf Ihr Firmennetzwerk hat!

Wenn Sie als Chef nun wissen möchten wie anfällig Ihre Firma auf solche Attacken ist, erfahren Sie mit einem kleinen harmlosen Test. Schreiben Sie, oder Ihr Admin eine Rundmail an Angestellte Ihrer Firma, welche solche Passwörter innehalten. Denken Sie ein bisschen „betrügerisch“. Welche aktuellen Geschehnisse könnten bei Ihnen in der Firma als Köder dienen? Bekommen Sie gerade neue Software oder Hardware, die einen Datenabgleich erforderlich macht? Wird ein neues Projekt gestartet? Vielleicht ist auch in der Lohnbuchhaltung etwas durcheinander gekommen…

Das Ganze lassen Sie aussehen, wie eine ganz normale firmeninterne E-Mail. Nun fordern Sie auf, diese Mail schnellstmöglich zu beantworten und an Sie zurückzusenden. Unterschrift und Abteilung nicht vergessen. Wenn Sie nur eine einzige Mail mit den angefragten Passwörtern bekommen, wissen Sie dass auch Ihre Firma Sicherheitslücken aufweist. Stellen Sie sich vor, was ein Außenstehender mit diesen Passwörtern anstellen kann, oder welchen Wert solche Informationen für Ihre Mitbewerber darstellen. Auch wenn Sie denken Ihr Netzwerk ist gut von der Außenwelt abgeschirmt, bedenken Sie wer nun in Besitz dieser Daten ist. Otto Normalverbraucher kann damit sicherlich wenig anfangen, aber ein Hacker mit genug krimineller Energie sicherlich schon. Und bedenken Sie auch folgendes: Nicht immer zielen solche Attacken auf Ihr Geschäftskonto. Oft sind unzufriedene, oder entlassenen Mitarbeiter, Zulieferer oder Kunden die Täter. (mcs)

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