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Die Opfer

Präventivmaßnahmen

Wir wollen Ihnen mit unserem kleinen Radgeber nicht den Spaß am Surfen verderben. Er soll lediglich als kleiner „Leitfaden für Vorsichtige“ dienen, oder für solche die bereits Opfer eines Cybercrimes wurden und eine neue „Online-Identität“ aufbauen wollen.

Schutz von Kindern: Sollten Sie Ihre Kinder schützen wollen, oder ist es zu Vorfällen mit Minderjährigen gekommen, haben wir hier spezielle Tipps zum Schutz von Kindern für Sie zusammengetragen.

  1. Hinterlegen Sie in Foren, Chats, etc. niemals mehr Informationen als nötig. Ihre private Anschrift oder Ihre Telefonnummer ist dort fehl am Platze. Auch die Nennung von Domainnamen (sollten Sie welche besitzen) ist sehr zweifelhaft. Über die so genannte „whois“ Abfrage kann man Ihre wahre Anschrift leicht herausfinden. Auch vom Ausfüllen von „Profilen“ ist abzuraten. Sie geben zu viele persönliche Daten und Informationen von Ihnen Preis. Am besten wäre es, Sie sind lediglich mit Ihrem „Nick“, also einem erfundenen Usernamen aktiv.
  2. Verzichten Sie auf Benutzernamen, welche Rückschlüsse auf Ihre Identität zulassen, wie z.B. HarleyPeter, GaySchwabing, etc. Achten Sie insbesondere bei Kindern darauf, dass keine Namen wie Sandra1992, Littleteen, etc. verwenden. Solche Namen stechen möglichen Übeltätern sofort ins Auge. Am besten also ein „geschlechts- und altersneutraler“ Name, wie z.B. HappySurfer oder Hobbykoch.
  3. „Googeln“ Sie sich von Zeit zu Zeit mal selber. Das heißt, geben Sie Ihren Namen, vielleicht noch zusammen mit Ihrem Wohnort, in die Suchmaschine Ihrer Wahl ein. Sollte Sie bereits Opfer geworden sein, ist es immer gut so schnell wie möglich informiert zu sein. Ist z.B. ein Bild von Ihnen ungewollt ins Internet gelangt, haben Sie eine sehr realistische Chance es löschen zu lassen, wenn es sich auf lediglich einer Seite existiert. Ist das Bild erst einmal kopiert, verliert es sich in den Weiten des Internets und ist auch kaum mehr überall zu finden, bzw. zu löschen.
  4. Sollten Sie den Service von „Datingsites“ nutzen, besorgen sie sich auf alle Fälle eine zweite Email Adresse, verwenden Sie niemals die Adresse mit der sie auch geschäftlich auftreten. Dies gilt insbesondere wenn Sie eine eigene Domain besitzen, wie info@optikhuber.de.
  5. Seien Sie besonders skeptisch, wenn es um Ihre Kontonummer, Kreditkartennummern oder TAN-Nummern geht. Antworten Sie niemals auf Emails, in denen nach solchen Daten gefragt wird. Folgen Sie auch keinen Links aus solchen Emails. Auch wenn Absender, Webseiten täuschend echt aussehen, geben Sie niemals dort Daten ein. Eine „Sparkassen-Webseite“ nachzubauen und selbst einen ähnlichen Domainnamen ins Netz zu stellen ist für die „Phisher“ kein Problem.
  6. Verwenden Sie im Internet nicht Ihren zweiten oder gar dritten Vornamen. Mit Peter Müller sind Sie weit weniger zu identifizieren oder zu finden als Mit Peter Maximilian Huber, oder Peter M. Huber.
  7. Sollte in einem Chatraum eine Diskussion zu heftig, oder gar beleidigend werden, mischen Sie sich nicht ein und verlassen Sie den Chat. Auch sollten Sie es vermeiden sich „im Eifer des Gefechtes“ dazu verleiten zu lassen andere zu beschimpfen oder gar zu beleidigen.

Schutz von Minderjährigen im Internet

  1. Chatten Sie mit Ihren Kindern gemeinsam. So lernen Sie die Webseiten kennen, auf denen sich Ihre Kinder aufhalten. Des weiteren können Sie mit einem „kritischen Auge“ am Chat teilnehmen und so überprüfen ob dort alles mit rechten Dingen zugeht. Sollte es zukünftig zu Problemen kommen, haben Sie zumindest schon einmal einen Anhaltspunkt, wo sie mit Ihrer Recherche beginnen können. Ansonsten bleibt Ihnen das Verhalten Ihrer Kinder in der Cyberwelt völlig fremd.

  2. Sollten Sie misstrauisch werden, welche Seiten Ihre Kinder im Internet aufsuchen, gibt Ihr Browser unter der Funktion „Verlauf“ Auskunft. Solche Daten sind jedoch sehr heikel und es kann leicht als „Vertrauensbruch“ gewertet werden, wenn Sie diese Methode wählen. Fakt ist jedoch, diese Funktion gibt genauen Aufschluss darüber, welche Seiten besucht wurden, bietet natürlich aber keinen 100igen Schutz.
  3. Wie wir auch schon bei den Tipps weiter oben auf dieser Seite hingewiesen haben, sollten Kinder geschlechts- und altersneutrale Namen im Internet wählen. Also bitte nicht „Susi12Jahre“ etc.
  4. Im besten Falle wissen Sie das (oder die) Passwörter Ihrer Kinder im Internet. Sprechen Sie mit Ihren Kindern über diese Notwendigkeit und überprüfen Sie die Passwörter von Zeit zu Zeit, aber bitte ohne in die Privat- oder Intimsphäre Ihrer Kinder einzudringen.
  5. Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind ein digitales Foto aus welches es an Chatfreunde schicken oder tauschen darf. Dass es sich dabei natürlich nicht um ein Bild Ihres letzten FKK Urlaubs handeln sollte, versteht sich von selbst. Am besten ist ein ganz einfaches Passbild.
  6. Erklären Sie Ihren Kindern eindringlich, dass es Ihnen sofort mitteilen muss, falls es Fotos mit nackten Personen (egal ob Bilder von Kindern oder Erwachsenen) zugeschickt bekommt. Gleiches gilt natürlich auch für Bilder mit nicht jugendfreien Inhalten.
  7. Sollte sich Ihr Kind mit einer „Internet-Bekanntschaft“ treffen wollen, seien Sie besonders vorsichtig. Fragen Sie genau nach und am allerbesten begleiten Sie Ihre Kinder zu solchen treffen.
  8. Erklären Sie Ihren Kindern genau, wie es sich bei Drohungen verhalten soll. Gerne werden Kinder zum Beispiel mit einem „gemeinsamen Geheimnis“ in die Enge getrieben. Mit Sätzen wie „Du bist ja eine tolle Freundin, ich erzähle Die mein Geheimnis und Du sagst mir nicht einmal wo Du wohnst…“ schüchtern potentielle Täter Ihre Opfer ein. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es im Internet niemandem etwas schuldig ist und im Notfall einfach einen Chat verlassen darf ohne zu antworten.
Reputation Defender

„Holzauge sei wachsam“

Werden Sie aufmerksam wenn …

  • ihr Kind mehr telefoniert als vorher. Insbesondere Gespräche in fremde Städte oder gar ins Ausland sind verdächtig.
  • ihr Kind plötzlich Telefonanrufe bekommt, insbesondere von Erwachsenen.
  • ihr Kind Päckchen per Post zugeschickt bekommt.
  • ihr Kind gereizt reagiert, wenn Sie an den Computer wollen.
  • ihr Kind zu ungewöhnlichen Zeiten oder spät nachts surft.
  • ihr Kind sofort alle Browserfenster oder Messenger schließt, wenn Sie das Zimmer betreten.
  • ich ihr Kind über einen fremden Internet-Account einwählt.


Reputation Defender

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