Bei ernsten oder gar bedrohlichen Angriffen ist
man alleine meist schnell überfordert. Suchen Sie also auf
alle Fälle Rat bei Freunden und sprechen Sie offen über
solche Vorfälle. Generell gilt:
Dokumentation. Sollten Sie in Chats oder Foren belästigt,
bedroht oder beleidigt werden, kopieren Sie die Texte sofort und
speichern Sie diese auf Ihrem Computer mit einem Vermerk von Datum
und Zeit der Unterhaltung ab.
Sollte Ihnen jemand ungewollt Bilder oder Texte auf elektronischem
Wege zukommen lassen, fordern Sie den Absender einmal
und eindringlich dazu auf dies zu unterlassen.
Wenn sie auf einer Webseite beleidigt werden oder falsche Informationen
über Sie zu lesen sind, finden Sie zuerst heraus, von wem
die Seite betrieben wird. Dabei hilft die Seite www.denic.de.
Danach fordern Sie den Betreiber auf die betreffenden Texte sofort
zu löschen unter Setzung einer Frist. Fordern Sie den Betreiber
des Weiteren auf Ihnen alle Informationen über den Verfasser
zur Verfügung zu stellen.
Content-Diebstahl
Als Arbeitshilfe für bestohlene Bild- und Textautoren werden
Bordmittel zur Beweissicherung bei Content-Klau im Internet erläutert.
Der Artikel bietet zehn wertvolle Tipps, wie man sich als „Bestohlener“
verhalten muss, um seine Chancen bei einer etwaigen gerichtlichen
Auseinandersetzung wesentlich zu erhöhen.
>> Artikel
lesen
Beleidigung, Rufmord, Verleumdung
(§ 185, 186, 187 StGB))
In diesem Fall haben Sie Möglichkeiten: Entweder Sie erstatten
Anzeige bei der Polizei oder bei der Staatsanwaltschaft, oder
Sie entscheiden sich gegen ein zivilrechtliches Vorgehen mittels
einer Abmahnung. Wählen Sie den ersten Schritt, sollten Sie
allerdings entsprechende Beweismittel haben. Wenn Ihnen die Person
bekannt ist, sammeln Sie Logfiles oder zumindest IP-Adressen.
Einfach zur Polizei zugehen und loszubrüllen „Mauerblümchen1968“
hat mich beleidigt, hat wenig Aussicht auf Erfolg.
Cyberstalking
Beim ersten Verdacht „googeln“ Sie sich selbst, damit
Sie Sicherheit bekommen und wissen wo Ihr Name im Netz auftaucht.
Dem Stalker einmal mit größtem Nachdruck mitteilen,
dass man keinen Kontakt wünscht, dann nie mehr antworten
und auch nicht mehr diskutieren.
E-Mails vom Stalker und Nachrichten per SMS speichern. Speichern
Sie die komplette E-Mail mit Header nicht nur den Text herauskopieren.
Eine Person des Vertrauens die Nachrichten lesen lassen. Nur
so lässt sich feststellen, ob der Täter aggressiver
wird. Man selbst kann die Sache nicht mehr realistisch einschätzen.
Bei weniger schweren Fällen besorgen Sie sich eine neue
E-Mail Adresse, Mitgliedsnamen und Passwörter und sagen Sie
diese niemanden.