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Finanzieller
Schaden
Versteckte
Kosten und Mitgliedschaften
Kaum einer kann von sich behaupten, in der heutigen
Zeit noch nicht auf ein Angebot im World Wide Web hereingefallen
zu sein, das versteckte Kosten enthielt. Ob es sich um einen so
genannten Testzugang mit dem berühmten »Sternchen«
und dem unleserlichen Kleingedruckten, eine angebliche kostenlose
Lebensanalyse oder eine gratis Dialer-Software handelt, alle haben
eines gemeinsam: Sie wollen nur an Ihr Geld! Nachfolgend behandeln
wir die Themen versteckte Abonnements, angeblich kostenlose Service-Leistungen
und Abzocke auf Sexseiten.
Abos für wertlose
Services
Leider gibt es in der heutigen Zeit immer noch sehr viele
Webangebote, die eigentlich gar keinen Wert auf Service legen. Sie versuchen
lediglich den Internetbenutzer mit vermeintlich interessanten Themen auf
der Startseite zu einer Online-Transaktion zu bewegen. Dahinter verbergen
sich dann informationslose und meistens für den User wertlose Inhalte.
Die Anbieter einer solchen Seite wollen Sie lediglich mit leeren Versprechungen
zu einer gebührenpflichtigen Mitgliedschaft überreden.
Und das ist der Trick: Sind Internetnutzer erst einmal
Mitglied einer solchen Webseite geworden und mit dem versprochenen Angebot
unzufrieden, regen sich die meisten kurz auf, schließen den Browser
oder wechseln empört die Internetseite. Danach gerät die Angelegenheit
in Vergessenheit. Aber der Seitenbetreiber bucht Monat für Monat weiter
von Ihrem Konto ab, bis Sie das Abonnement fristgerecht kündigen.
Für Menschen, die ihre Kontoauszüge oder Kreditkartenabrechnungen
nicht regelmäßig kontrollieren, kann dies ein teurer Spaß
werden. Viele entdecken erst Monate oder gar Jahre später, dass sie
immer noch für etwas bezahlen, das sie nicht einmal nutzen.
Bevorzugt wird für den Abbuchungsvorgang von den
Anbietern ein so genannter Billing-Provider beauftragt. Dieser ist meist
eine externe Firma mit Sitz im Ausland und gibt absichtlich auf Ihren Kontoauszügen
als Buchungsgrund einen anderen Namen an als den Service, den Sie bestellt
haben. Das hat für den Anbieter den Vorteil, dass Sie die Abbuchung
nicht mehr genau einem bestimmten Service zuordnen können. Dies bedeutet,
falls Sie mehrere Abonnements im Internet abgeschlossen haben, können
Sie bei Buchungstexten wie »Internet Service« und »Webabo«
nicht mehr ohne großen Aufwand ermitteln, wer oder was sich eigentlich
dahinter verbirgt.
Jetzt können Sie den Betrag natürlich bei Ihrer
Bank zurückbuchen lassen, doch wenn Sie sich nicht sicher sind, auf
welches Angebot diese Buchung basiert, könnten Sie damit eventuell
auch ein gewolltes Abonnement sperren. Sind die monatlichen Beträge
außerdem eher gering, wird man sich nicht so schnell darum bemühen,
die monatlichen Buchungen abzustellen. Für die Betreiber aber rechnet
sich dieses Spielchen sehr gut: Zahlen z.B. 1000 Mitglieder monatlich nur
4,99 Euro, ergibt sich für den Betreiber ein Umsatz von fast 60.000
Euro im Jahr. Dafür muss so mancher hart arbeiten.
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Die Texte auf dieser Seite sind erschienen im Buch
"Tatort Internet" im Markt+Technik Verlag.
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