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Gefahren im Internetcafé

Ein Internetcafé, auch Cybercafé genannt, wird von vielen aufgesucht, die zu Hause keinen Computer haben oder sich gerade im Urlaub befinden. Dort kann man zum Beispiel kleine Bürotätigkeiten erledigen, seine E-Mails abrufen, Online Games spielen, CDs brennen und Dokumente ausdrucken. Ein Internetcafé bietet oft den idealen Schutz für Rufmörder und Online-Betrüger, da man sich anonym an einen Rechner setzen und unbeobachtet in aller Ruhe sein kriminelles Vorhaben erledigen kann. Einer gezielten Rufschädigung oder Beleidigung steht nun nichts mehr im Wege.

Postet der Täter nun fleißig seine Unwahrheiten in Foren und Blogs, wird bei einer späteren Strafverfolgung lediglich das Internetcafé ermittelt, und dies befindet sich sicherlich nicht in der gleichen Stadt, in der vielleicht ein Verdächtiger seinen Wohnsitz hat. Außerdem ist es nicht auffällig, dass man sich dort auch etwas länger aufhält. Während sich moderne Internetcafés in Europa und den USA fast ausschließlich nur für Rufmörder eignen, da sie die Installation von fremder (Schad-)Software nicht zulassen, bieten so genannte »Zweite Welt Länder« einen offenen Computerpark, auf dem man so ziemlich alles installieren kann, was man für seine illegalen Vorhaben braucht. Das Spektrum reicht von Spam-Software, Spionagesoftware bis hin zu Programmen für Denial of Service (DoS)-Attacken.


Die Texte auf dieser Seite sind erschienen im Buch "Tatort Internet" im Markt+Technik Verlag. Sie können das 400 Seiten starke Werk zum Preis von EUR 29,95 hier bestellen.

Kein Teil dieser Publikation darf ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des Herausgebers in irgendeiner Form reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

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