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Prolog

Bitte denken Sie stets an die Folgen einer Veröffentlichung, und zwar im Hinblick darauf, wie die Person oder das Unternehmen über Sie sprechen, aber auch im Hinblick auf sich selber.

Nach dem strengen deutschen Recht ist insbesondere die Unterscheidung zwischen Tatsache und Werturteil wichtig. Mitgeteilte Tatsachen müssen richtig sein. Persönliche Meinungsäußerungen und Werturteile werden etwas großzügiger betrachtet, Sie dürfen jedoch die Grenze der Beleidigung oder Verleumdung ("Schmähkritik") nicht überschreiten.

Internetvictims ist eine Initiative gegen (und nicht für) Rufschädigung und Verleumdung.

Worte sind wie Vögel - einmal freigelassen,
kann man sie nicht wieder einfangen.

Dieses uralte Sprichwort besitzt auch im virtuellen Kosmos des Internets seine Gültigkeit, mehr noch, es sollte zum moralischen Prüfstein für alle werden, die im Internet etwas veröffentlichen. Die Datenspeicher des Netzes scheinen unendlich zu sein und sie vergessen nichts. Jeder, der hier etwas mitteilen will, sollte sich daher genau überlegen, welche etwaige Folgen seine Informationen für Dritte haben könnten.

Die Hemmschwelle, Formulierungen zu verwenden, die man in einer persönlichen Unterhaltung niemals gebrauchen würde, sinkt mit der Distanz, die man zu den Lesern hat. Wir Menschen neigen dazu, dem geschriebenen Wort eine besonders hohe Glaubwürdigkeit beizumessen. Dies sollte die Personen und Unternehmen, die diese Homepage für die Darstellung ihres Falles benutzen möchten, ausdrücklich mahnen, besonders verantwortungsvoll mit dem Medium Internet umzugehen.

Zudem gehört inzwischen diese virtuelle Welt ebenso zum sozialen Umfeld eines Menschen wie die reelle - in vielen Fällen ist sie sogar untrennbar damit verknüpft.
Wer hat noch nicht den Namen von Freunden oder dem Partner in eine Suchmaschine eingegeben, nur so aus Neugier? Wie leicht erhält man hierbei ein vollkommen falsches Bild über diese Person, wenn die so gefundenen vermeintlich objektiven Informationen nicht den Tatsachen entsprechen oder verzerrt wiedergegeben wurden.

Freunde, Partner, Kinder, das gesamte soziale Geflecht kann zerrissen werden, ganz zu Schweigen von den ökonomischen Schäden, die bis zum vollständigen Ruin einer Person führen können, nur weil irgendwann mal irgendwer sich dazu berufen fühlte, die Welt über seine Sicht der Dinge in Kenntnis zu setzen, eine Sicht, die nur eine von vielen sein kann.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Niemand soll davon abgebracht werden, seine Meinung zu vertreten und Missstände offen darzulegen. Das ist in Zeiten immer stärkerer Einschränkung persönlicher Freiheiten wichtiger denn je, aber es sollte nie in einer Weise geschehen, die durch emotional manipulierende Formulierungen dem Leser eine bestimmte Interpretation der Fakten nahe legt. Abgesehen von der moralischen Fragwürdigkeit dieses Vorgehens diskreditiert sie auch die eigene Integrität.

 

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